Warum uns ein kleiner Rennsport-Tankdeckel an die Grenzen gebracht hat
Projekt des Monats Oktober 2026Dieser Tankdeckel ist eine Hommage an die grossen Langstrecken-Rennwagen der späten 1960er Jahre. Inspiriert von den legendären Schnellverschluss-Systemen, wie sie damals bei den berühmten Sportprototypen eingesetzt wurden.
Damals wurde jedes Gramm hinterfragt.
- Magnesium statt Stahl,
- Titan statt Komfort,
- Selbst die Griffe der Tankdeckel wurden gebohrt, um Gewicht zu sparen.
Und genau dieses Griffblech wurde bei diesem Projekt zur Herausforderung.
Das Blech musste an den Deckel angeschweisst werden - während sich im Inneren wärmeempfindliche Dichtungen befanden.
Das Problem:
Der Kunde wusste aus früheren Versuchen, dass ähnliche Schweissarbeiten bereits dazu geführt hatten, dass Dichtungen verbrannten und der Deckel anschliessend nicht mehr dicht war.
Einen maximalen Temperaturwert gab es nicht.
- Nur Erfahrung,
- Etwas Gefühl,
- Und Respekt vor einem Bauteil, das später wieder auf einem Rennwagen aus dem Jahr 1966 eingesetzt wird.
Also mussten wir einen Weg finden, die Wärme exakt zu kontrollieren.
- Mit kleinen Tricks,
- Mit Geduld,
- Mit sehr viel Fingerspitzengefühl.
Und genau das lieben wir an solchen Projekten. Denn echte Handwerksarbeit bedeutet oft nicht, einfach nur etwas „zusammenzuschweissen“.
Sondern zu verstehen:
- wie sich Material verhält,
- wie Wärme wandert,
- wo Spannung entsteht,
- und wann man besser aufhört.
Am Ende blieb die Dichtung unbeschädigt.
Der Deckel dicht.
Und die historische Motorsport-Optik vollständig erhalten.
Für viele ist es nur ein Tankdeckel.
Für uns ist es ein kleines Stück Rennsportgeschichte - und ein schönes Beispiel dafür, dass Präzision oft dort beginnt, wo man sie von aussen gar nicht sieht.
Was glaubt ihr: Welcher Fahrzeugtyp steckt tatsächlich hinter diesem klassischen Rennsportfahrzeug? Wir sind gespannt auf eure Vermutungen!










