3,4 Meter Schweissnaht. 20 mm Schweisstiefe. Ein Bauteil.
Projekt des Monats September 2026Klingt zunächst nach einer Zahlenspielerei => Ist es aber nicht.
Denn wenn sich bei einem Rotor später auch nur kleinste Fehler in der Schweissnaht verbergen, können die Folgen gravierend sein.
Genau deshalb wurde dieses Bauteil nach dem Schweissen von speziell ausgebildeten Fachleuten des @SVS einer hochpräzisen Ultraschallprüfung unterzogen.
Das Ziel: Unsichtbares sichtbar machen.
Denn Risse, Poren oder Lunker befinden sich nicht an der Oberfläche.
Sie entstehen im Inneren des Werkstoffs.
Und genau dort muss Qualität nachgewiesen werden.
Für dieses Projekt wurden an einem Rotor mit 530 mm Durchmesser zwei Radialnähte eingebracht.
Insgesamt entstand dabei eine Schweissnahtlänge von rund 3,4 Metern.
Mit einer Schweisstiefe von 20 mm.
In einem einzigen Arbeitsgang.
Das Besondere:
Das Elektronenstrahlschweissen ist das Verfahren, das derart tiefe Schweissnähte bei gleichzeitig minimaler Wärmeeinbringung realisieren kann.
Dadurch entstehen:
- minimale Verzüge
- höchste Masshaltigkeit
- reproduzierbare Qualität
- wirtschaftliche Fertigung auch bei grossen Bauteilen
Doch die eigentliche Bewährungsprobe kam erst danach.
Die Ultraschallprüfung bestätigte die Integrität der Schweissnähte über die gesamte Länge.
Keine sichtbaren Fehler.
Keine versteckten Überraschungen.
Genau deshalb faszinieren uns solche Projekte.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, eine Schweissnaht herzustellen.
Sondern darum, Vertrauen in ein Bauteil zu schaffen, dessen Qualität man später nicht mehr sehen kann.
Qualität zeigt sich oft dort, wo niemand hinschauen kann.
Wie stellt ihr in euren Projekten sicher, dass kritische Verbindungen dauerhaft zuverlässig bleiben?







